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DIY – Projekt Kübelwagen: Die kaputte Tankanzeige

13 September 2014 Keine Kommentare

Die Tankanzeige des Kübelwagens war von Anfang an ein Mangel. Sie tat nichts bis völlig wirre Dinge, egal wie voll der Tank war. Somit wusste ich leider nie, wie es um den Tankinhalt stand. Und so ein Oldtimer fährt natürlich nicht allzu viele Kilometer, so dass es mit dem Gefühl um den Verbrauch auch nicht so weit her war. Mit dem Bruch der Tachowelle kurz nach dem Werkstattbesuch verschlimmerte sich dann die Schätzung des Tankinhaltes auf wildes Raten um die gefahrenen Kilometer.
Nun stand der Kübelwagen die letzten 4 Wochen dank meines Elterzeiturlaubes im Wohnmobil und im Ausland nur schräg vorwärts auf unserem unteren Duplexstellplatz. Als ich gestern dann versuchte, mich dem Tankanzeigeproblem zu widmen und den Kleinen aus dem Duplexparker zu fahren, wollte der Motor nicht anspringen. Mehrere Versuche schlugen fehl, und ganz wollte ich die 60Ah Batterie auch nicht leer orgeln. Nichts. Kein einziges Stottern kam aus dem Boxermotor. Auf so einem schrägen Parkplatz kann eine alte Benzinleitung schon mal leer laufen, dachte ich mir, und zog den Kübel dann heute mit Hilfe einer Slackline aus seinem Parkplatz. Vorher checkte ich noch die Funktion der Benzinpumpe, die tatsächlich ein paar Tropfen Sprit beim Anlassversuch in einen Glaskolben transportierte, den ich unter die vom Vergaser getrennte Leitung gestellt hatte. Also Spanngurt angelegt und Zentimeter für Zentimeter den 181er aus seiner Schräglage geholt. Das ging einfacher als gedacht, kostete aber trotzdem gab schön Kraft. Auch in der Waagerechten sprang der Kübelwagen leider nicht an. Frustriert aber noch nicht ganz bereit aufzugeben machte ich mich an den Ausbau des Tankgebers. Vielleicht konnte ich einen Blick auf den Anschluss der Benzinleitung im Inneren des Tanks erhaschen, um zu sehen, ob dort etwas verstopft war.
Nach dem Ausbau dann die traurig-frustrierende Wahrheit über meine Dummheit. Der Tank war restlos leer. Da konnte auch das schickste Auto nicht anspringen. Was aber viel erstaunlicher war, war, dass ich es offenbar geschafft hatte, mit dem letzten Quäntchen Sprit bis in die Garage zu fahren. Verdammte Axt, das hatte ich nicht erwartet. Die einfachste Option war tatsächlich die Lösung. Ich sollte das mit dem Querdenken einfach lassen bis es angebracht ist. Frei nach dem Motto: Have you tried turning it off and on again? sollte ich bei meinen nächsten Projekten besser nach Plan vorgehen: Erst die einfachsten Optionen ausschliessen. Und zwar empirisch.
Der Kübel läuft wieder. Und irgendetwas macht auch die Tankuhr. Auf dem Weg vom Volltanken wieder nach Hause hat sie zumindest zwischendurch mal halb voll angezeigt. Ob das nun die Schuld des Kontaktsprays ist, das ich auf die Drahtwicklung gesprüht habe, oder ob das Problem wirklich nur der Steckkontakt war werde ich in den nächsten Tagen herausfinden und berichten.

Für heute jedenfalls ist der Kübelwagen vollgetankt und fahrbereit. Auch wenn das Wetter dieser Tage so überhaupt nicht mitspielen will hier in Deutschland.

Wer gerne weiterlesen möchte, der gelangt hier auf die Übersichtsseite mit allen VW Kübelwagen Einträgen.

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